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Geschichte des Vereins PDF Drucken E-Mail
Unter der Führung von OSM Adolf Dollinger wurde 1924 erstmalig ein Freischießen nach dem 1. Weltkrieg durchgeführt.
1939 Neubau einer Schießstätte für 10 Stände à 50 Meter und 5 Stände à 100 Meter. Diese wird 1945 „Im Auftrag der russischen Besatzungsmacht“ abgerissen.

Die Ausgangslage war nach 1945 nicht rosig. Der Verein war "untersagt", eine Tätigkeit daher ausgeschlossen und sämtliches Vermögen verloren. Erst 1952 begannen die ersten Versuche, den Verein wieder zu aktivieren. Von den "alten" Schützen waren nicht mehr viele vorhanden aber Jäger und Schützen zusammen war bereits ein schöner Grundstock. Das Feuerschießen kam ohnehin nicht in Frage, aber das Zimmergewehr wurde ab 1952 noch etwas versteckt, wieder betrieben.

1953 wurde der Verein durch OSM (Oberschützenmeister) Josef Manner wieder offiziell zugelassen und dieser führte die 1. Staatsmeisterschaft auf 10 Meter, damals im Hotel Waldhör auf 8 Ständen durch. Es herrschte akuter Waffenmangel, mussten doch alle Gewehre 1945 unter Androhung der Todesstrafe abgegeben werden.

Erst 1957 tauchte das erste und brauchbare neue Luftgewehr auf und begann seinen Siegeszug. Waren 1955 alle Schützen noch mit alten Kapselgewehren angetreten, sind diese innerhalb von 5 Jahren gänzlich durch Luftgewehre verdrängt worden. Das Vereinslokal wurde im Gasthaus Hofer aufgeschlagen, welches vor 1945 lange Zeit die Kapselschützen beherbergte. Für größere Veranstaltungen wurde in die Gasthäuser Seyr und später Gartner, Aisthofen ausgewichen.

Adolf Dollinger
Versicherungskaufmann
geb.: 1873, gest.: 1951
OSM von 1924 - 1951
 

 


Dann ereigneten sich zwei unvorhersehbare Glücksfälle. Aus Freistadt kam ein Anruf, dass wir unsere "alten bemalten Bretter" aus dem Heimatshaus abholen sollten.

Zur Vorgeschichte: Der Landrat von Perg Dr. Brachmann lieh sich vom Schützenverein Perg für das Heimathaus in Freistadt Schützenscheiben aus, welche dadurch vor der Vernichtung bewahrt wurden. Bekanntlich wurden die beiden vorhandenen Schießstätten am Richterhof auf Befehl der russischen Besatzer abgerissen und mit diesen 200 vorhandenen historischen Scheiben verheizt. Die verliehenen Scheiben kamen dadurch wieder in unseren Besitz. Das zweite Glück war der Erlass über Besatzungsschaden. Wir meldeten den Verlust unserer Schießstätten und erhielten eine Summe, mit der wir das ganze Baumaterial kaufen konnten.


 

1958 wurde dann Rudolf Kling sen. zum OSM gewählt, 1962 übernahm EOSM Kons. Ing. Karl Manner auf Ersuchen von OSM Rudolf Kling und wurde mit Elan der Schützenhausneubau begonnen. Ein Hindernis war noch da. Der Servitutsvertrag von 1878 war zwar allen Schützen geläufig, aber er war nicht da, bis die Erben nach OSM Dollinger, einem Versicherungsmann, seinen Schreibtisch zu Kleinholz machten. Aus einem Geheimfach fiel der Vertrag heraus und nun stand dem Neubau nichts mehr im Wege.

Bereits 1964 führten wir die Staatsmeisterschaft mit der Armbrust durch. Die ersten Erfolge stellten sich ein. Perg wurde durch seine Schützen in ganz Österreich bekannt. Zahllose Titel wurden erobert.

1975 wurde mit dem Bau einer 10-Meter-Halle begonnen, welche dann 1988 nochmals erweitert wurde. Diese schaffte ideale Verhältnisse für die Nachwuchsarbeit unter OSM Josef Irsiegler. 1994 übernahm dann Rudolf Kling die OSM Stelle und führte in Perg 1995 die Staatsmeisterschaft mit dem Luftgewehr durch. Gleichzeitig begann ein neuerlicher Anbau für Aufenthalts- und Sanitärräume.


Schützenhausbau im Jahre 1963


Ausbau für Garderobenräume im Jahre 1995

 

 

Oben:
Manner (1961)
Die erste Winzeler
30m Armbrust wird
im Garten des OSM
mit selbstgebautem
Pfeil getestet.

2000 übernahm Josef Irsiegler die OSM-Stelle.

Im Jahre 2003 feierten wir 50 Jahre Wiederbeginn nach dem 2. Weltkrieg und unsere älteste vorhandene Schützenscheibe (200 Jahre). Siehe oben.

Aus diesem Anlass wurde nun unter OSM Josef Irsiegler die Außenanlage wassersicher gestaltet und das Schützenhaus fast gänzlich renoviert.

Wie auch schon vor 40 Jahren ist es erfreulicher Weise so, dass immer wieder freiwillige Helfer zur Stelle sind, um ein angestrebtes Ziel zu erreichen.

 

Schützendank an allen hier ungenannten Helfern.


 
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